Atari Mega STe

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Atari Mega STe
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Hersteller: Atari Computer GmbH
CPU: Motorola 68000 @ 16 MHz
Erschienen: 1991
Eingestellt: 1994
Speicher: 1 MB - 4 MB
Betriebssystem: TOS 2.x

Der Atari Mega STE ist eine semi-professionelle Variante des Atari 1040 STE und wurde im Jahr 1991 eingeführt, um den technisch überholten Mega ST abzulösen und einen Kompromiss zwischen dem günstigen 1040 STE und dem teuren High-End-Modell Atari TT anbieten zu können. Gegenüber dem Atari 1040 STE wurde der Atari Mega STE in folgenden technischen Eigenschaften weiterentwickelt:

  • 16 MHz-68000-Prozessor
  • 16 KB 2nd Level Cache
  • Sockel für mathematischen Koprozessor 68881 mit 16 MHz
  • VME Erweiterungsslot für Grafikkarten, Netzwerkkarten etc.
  • 2 RS232C kompatible serielle Schnittstellen
  • 1 serielle High-Speed-Schnittstelle
  • Interner ACSI-Steckplatz zum Betrieb einer internen Festplatte (meist mit SCSI Hostadapter)
  • Gesockeltes TOS 2.05 (STE-TOS) in 256 KB, später TOS 2.06

Während der Atari Mega STE technisch auf dem Atari 1040 STE basierte wurde das – recht eigenwillige – Gehäuse vom Atari TT übernommen, wie alle ST-Computer mausgrau gefärbt. Einerseits verfügte der Atari Mega STE damit über eine exzellente abgesetzte Tastatur, Platz für interne Erweiterungen und konnte problemlos unter dem Monitor platziert werden, andererseits fehlten dem Atari Mega STE dadurch die erweiterten Joystick-Anschlüsse des Atari 1040 STE. Dafür verfügte er, im Gegensatz zum Atari TT, über einen HF-Modulator zum Anschluss eines TV-Gerätes.

Die frühen Modelle wurden mit einem DD-Diskettenlaufwerk und TOS 2.05 ausgeliefert, das ein überarbeitetes Desktop, Tastaturkürzel, nachladbare Icons und frei platzierbare Verknüpfungen bot. Auf Diskette war außerdem das modulare Kontrollfeld „XControl“ enthalten.

Spätere Modelle enthielten TOS 2.06 und wurden meist vom Händler mit einem HD-Diskettenlaufwerk ausgerüstet. Eine interne DIP-Schalterleiste ermöglichte das Konfigurieren des Rechners, so dass das Betriebssystem im Dialog „Diskette formatieren“ dann auch die „Hohe Speicherdichte“ anbot.

Der Atari-eigene Hostadapter zum Betrieb einer internen Festplatte war primär für die von Atari selbst angebotenen 48-MB- und 80-MB-Laufwerke gedacht und war nicht für den Anschluss von externen Festplatten geeignet, so dass einige Händler recht früh eigene SCSI-Adapter anboten.

Aufgrund seiner recht bescheidenen Leistungsdaten – insbesondere im Vergleich zu den Anfang der 90er Jahre aufkommenden 80386- und 80486-basierten PCs – fiel der Preis des Atari Mega STE bereits kurz nach dessen Einführung. Kurzzeitig schien er sich im semi-professionellen und privaten Umfeld als günstiges Arbeitsgerät zu etablieren, zum Beispiel für Textverarbeitung, DTP und, dank den integrierten MIDI-Schnittstellen, Musikerzeugung. Doch mit der Etablierung von Microsoft Windows als De-facto-Standard für Computer verschwand der Atari Mega STE vom Markt.

Mit Hilfe von Emulatoren wie zum Beispiel STEEM Engine oder Hatari kann ein großer Teil der Software, die für den Atari Mega STE entwickelt wurde, auf heutigen Computern verwendet werden.

Weblinks

Atari Mega STE im Atarimuseum

Quelle: Wikipedia

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