Atari ATW 800: Unterschied zwischen den Versionen

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Die ATW enthält eigentlich zwei Computer in einem Gehäuse. Zum einen einen Atari Mega ST als I/O Rechner und dazu den eigentlichen Transputer-Rechner. Der ST Rechner stellt die Benutzerschnittstelle dar und der ATW macht die Hauptarbeit. Zusätzlich hat jede ATW ein Board mit einem INMOS T-800 Prozessor, was den eigentlichen Transputer darstellt. Dieser arbeitet mit dem Betriebssystem HELIOS, welches von Perihelion geschrieben wurde (von der Firma stammt auch das Amiga OS). INMOS hatte eine eigene Programmiersprache namens OCCAM entwickelt, die speziell auf die Parallelisierung von Prozessen und Computerprogrammen ausgelegt war. Richtig Spaß machte die ATW aber erst mit den Zusatzkarten, auf denen weitere T-800 sitzen konnten. Jede Karte vertrug vier Chips und ins Gehäuse passten vier Karten. Damit kommt man auf maximal 17 mögliche CPUs. Die ganze Maschine kam 1987 auf den Markt, hielt sich aber nicht lange. Es wird geschätzt, daß bis zum Ende 1991 weltweit nur 250 Exemplare hergestellt wurden. Ursprünglich hieß der Transputer ABAQ, jedoch wurde der Name gewechselt, da Atari einem Rechtsstreit aus dem Weg gehen wollte.
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Die ATW (Atari Transputer Workstation) enthält eigentlich zwei Computer in einem Gehäuse. Zum einen einen Atari Mega ST als I/O Rechner und dazu den eigentlichen Transputer-Rechner. Der ST Rechner stellt die Benutzerschnittstelle dar und die ATW macht die Hauptarbeit. Zusätzlich hat jede ATW ein Board mit einem INMOS T-800 Prozessor, was den eigentlichen Transputer darstellt. Dieser arbeitet mit dem Betriebssystem HELIOS, welches von Perihelion geschrieben wurde (von der Firma stammt auch das Amiga OS). INMOS hatte eine eigene Programmiersprache namens OCCAM entwickelt, die speziell auf die Parallelisierung von Prozessen und Computerprogrammen ausgelegt war. Richtig Spaß machte die ATW aber erst mit den Zusatzkarten, auf denen weitere T-800 sitzen konnten. Jede Karte vertrug vier Chips und ins Gehäuse passten vier Karten. Damit kommt man auf maximal 17 mögliche CPUs. Die ganze Maschine kam 1987 auf den Markt, hielt sich aber nicht lange. Es wird geschätzt, daß bis zum Ende 1991 weltweit nur 250 Exemplare hergestellt wurden. Ursprünglich hieß der Transputer ABAQ, jedoch wurde der Name gewechselt, da Atari einem Rechtsstreit aus dem Weg gehen wollte.

Version vom 20. März 2008, 16:16 Uhr

Die ATW (Atari Transputer Workstation) enthält eigentlich zwei Computer in einem Gehäuse. Zum einen einen Atari Mega ST als I/O Rechner und dazu den eigentlichen Transputer-Rechner. Der ST Rechner stellt die Benutzerschnittstelle dar und die ATW macht die Hauptarbeit. Zusätzlich hat jede ATW ein Board mit einem INMOS T-800 Prozessor, was den eigentlichen Transputer darstellt. Dieser arbeitet mit dem Betriebssystem HELIOS, welches von Perihelion geschrieben wurde (von der Firma stammt auch das Amiga OS). INMOS hatte eine eigene Programmiersprache namens OCCAM entwickelt, die speziell auf die Parallelisierung von Prozessen und Computerprogrammen ausgelegt war. Richtig Spaß machte die ATW aber erst mit den Zusatzkarten, auf denen weitere T-800 sitzen konnten. Jede Karte vertrug vier Chips und ins Gehäuse passten vier Karten. Damit kommt man auf maximal 17 mögliche CPUs. Die ganze Maschine kam 1987 auf den Markt, hielt sich aber nicht lange. Es wird geschätzt, daß bis zum Ende 1991 weltweit nur 250 Exemplare hergestellt wurden. Ursprünglich hieß der Transputer ABAQ, jedoch wurde der Name gewechselt, da Atari einem Rechtsstreit aus dem Weg gehen wollte.