PAK68/2

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ProzessorAustauschKarte 68/2 oder kurz PAK68/2

Ein Projekt das im c’t-Magazin des Heise Verlags vorgestellt wurde, um MC68000-basierte Rechner zu beschleunigen.

Auf der Platine wurde der MC68020 verbaut, ein MC68881/2 konnte eingesetzt und auch mit höherem Takt asynchron betrieben werden. Es gibt keinen Level-2-Cache, nur den (kleinen 256 Byte) Cache der CPU selbst.

PAK68

Die erste Version um einen Atari ST, Amiga 500, Würfelmac (68k-basierte) mit einer MC68020 aufzurüsten. Viele kleine Probleme mit dem Timing, aber es funktionierte! Ab Werk lief die 020 „nur“ mit 8 MHz, daher rührte die Beschleunigung nur vom kleinen L1-Cache der 020-CPU und den Ausführungsverbesserungen bei bestimmten Befehlen her. Hier die ausgeweidete Platine (die Bauteile waren teuer)


PAK68/2

In der zweiten Version wurde dann versucht, die Probleme mit den unterschiedlichen Rechner-Architekturen besser gerecht zu werden, was auch wirklich gut gelang. Der 68881-FPU-Takt wurde über einen Jumper konfiguriert. Es konnte eingestellt werden, ob der 16MHz Takt von der CPU geholt, oder durch einen separaten Quarzoszillator zur Verfügung gestellt wurde. Das hatte den Vorteil den Takt an den Coprozessor anzupassen. Als weitere Alternative bestand die Möglichkeit auf der Platine das TOS 2.06 einzusetzen oder sie mit RAM zu bestücken. Eingesetzt werden konnte diese Platine in jede ST-Serie (260, 520, 1040, Mega ST), wobei das Platzangebot nur in den Atari Mega ST Modellen ohne neues Gehäuse möglich war, bei den Tastatur-Rechnern war zuwenig Platz im Originalgehäuse.

Der ursprüngliche 68000er-Prozessor konnte (musste) komplett entfernt werden und die PAK68/2-Platine wurde in einen eingelöteten CPU-Sockel gesteckt. Mit einigen Modifikationen an dem ursprünglichen Design wurde es ermöglicht, eine Umschaltung zwischen Original- und PAK-CPU zu ermöglichen, siehe Bild 4. Getaktet wurde die PAK68/2 mit 16MHz, wobei es die Möglichkeit gab diesen auf einem beschleunigten ST auch anzupassen. Siehe 10/12MHz Busumbau.

Es gab für jeden Rechnertyp (Amiga/Atari/Mac) angepasste GALs (Gate Array Logic), welche die Abläufe und Zugriffe auf die jeweilige Rechner-Architektur anpassten.

Für den Atari ST wurden die 4 EPROM-Sockel mit einem der folgenden ROMs bestückt:

  • Mit einem angepassten (gepatchten) TOS 3.06
  • Mit einem universellen TOS 2.06
  • Mit einem KAOS-TOS (Andreas Kromke)

Das TOS musste in 4 EPROMs vorliegen, damit 32Bit breit darauf zugegriffen werden konnte! Dadurch kann beim Zugriff auf TOS-Routinen im ROM etwas Zeit eingespart werden. Weiterhin konnte auf der Platine alternativ S-RAM montiert werden.

Und falls ich noch mal nen gesockelten Mega bekomme teste ich mal … wie schnell die sind :-)

Hier mal die erste Umschalt-Platine für die PAK 1