Atari TT030

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Atari TT
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Hersteller: Atari Computer GmbH
CPU: Motorola 68030 @ 32 MHz
Erschienen: 1990
Eingestellt: 1994
Speicher: min. 2MB ST-Ram. Ausbaustufen zu 4, 8 und 10 MB und TT RAM zwischen 4MB und 256MB
Betriebssystem: TOS 3.x

Atari TT Modell

Seit 1986 redete man von einem neuen 32-Bit-Computer von Atari, doch erst 1990 kam der TT030 auf den Markt, mit eingebauter SCSI-Festplatte, neuem Betriebssystem (TOS 3.0), besseren Grafikmodi und einem neuen Gehäuse (häufig scherzhaft als Butterdose bezeichnet) und kostete ein Vermögen. Anfangs war der TT mit 16 MHz geplant, aufgrund der Konkurrenz (der Commodore Amiga 2000 hatte bereits 25 MHz) entschied man sich dann doch dafür, zumindest den Prozessor mit 32 MHz zu takten. Neu: die beiden Arbeitsspeicher-Arten ST-RAM (bis 26 MB) und TT-RAM (bis 256 MB). Der TT braucht, abgesehen von der höchsten Auflösungsvariante, keinen Spezialmonitor mehr, es können beliebige VGA-Monitore angeschlossen werden. Die ACSI-Schnittstelle der ST-Computer blieb weiterhin erhalten, zusätzlich bekam der TT noch 2 SCSI-Schnittstellen (1× intern, 1× extern) an einem SCSI-Bus. Intern gibt es noch den VME-Bus, der über eine Slotblende von außen eine Erweiterungskarte ansteuern kann. Hardware für den VME Bus

Video

Wie beim ST schon konnte es sich Atari nicht verkneifen zwei inkompatible Monitoransteuerungen im TT zu verbauen: Man verwendet entweder „TT-Hoch“, eine monochrome 1280×960 px Betriebsart an einem digitalen ECL-Monitor. Oder einen handelsüblichen VGA-Monitor. Und die schlechte Nachricht ist: wirklich nur VGA. Der TT kann die ursprüngliche VGA-Betriebsmodi, aber keine erweiterten, d.h. bei 60 Hz ist Schluss und die maximale Auflösung sind 640×480 px bei 16 Farben. Somit waren uwar gegenüber dem ST endlich 80-Zeichen-Modi mit mehr als 4 Farben drin, wer aber Bilder bearbeiten wollte, musste per VME-Karte mind. 256 Farben oder mehr nachrüsten, und konnte dann auch das 60 -Flimmern loswerden. Eine Vielzahl von Anbietern tummelte sich auf dem Markt, um den Anwender*innen das schmackhaft zu machen.

Viele Musik-, DTP-, Textverarbeitungs- und Programmier-Anwender*innen griffen aber zum 19" ECL-Monitor (TT194 oder etwa Eizo 6500) und den damals äußerst geräumigen 1280×960 Pixeln.

Audio

Der TT war zum STE hardwarekompatibel, d.h. es waren der originale ST-Soundchip YM2149 sowie der erweiterte „DMA-Sound“ des STE verfügbar. Damit war stereo Ton PCM mit 8 Bit und maximal 50 kHz drin.

Schnittstellen

Rückseite

Draufsicht, v.l.n.r.

  • SCSI, 25pin SubD F
  • Floppy, 14pin DIN, F
  • ACSI/DMA, 19pin SubD F
  • IEEE1284 Parallelport, 25pin SubD, F
  • Monitor, 15pin SubD, F (VGA und ECL)
  • Modem 2, 9pin SubD, M
  • Modem 1, 9pin SubD, M
  • Auf VME-Slotblende: Serial 2, 9pin SubD, M
  • Auf VME-Slotblende: Serial 1, 9pin SubD, M
  • Audio-Ausgang, 2× Cinch, F

Linke Seite

Draufsicht, v.l.n.r.

  • RS422/232, 8pin Mini-DIN, F
  • MIDI-In, MIDI-Out, je 5pin DIN
  • ROM-Port
  • Tastatur: Western 6p4 RJ11 (hat dann 2× SubD9 für Maus und Joystick)

Die RS232-Ports unterscheiden sich in Geschwindigkeit und den verfügbaren Signalen und Handshakes, es sind bis zu 230400 bps möglich.

Speeder

Grafikkarten und Erweiterungen

Speicher

Der TT hat zwei verschiedene Speicherarten, Standardmäßig hat er 2 MB ST-Ram onboard, das mit Steckkarten erweitert werden kann

Netzwerkkarten

Reparaturanleitungen