Ethernet der FireBee nutzen: Unterschied zwischen den Versionen

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Der Ethernet-Anschluss der FireBee ist hardwareseitig voll funktionsfähig und kann aktuell (Q3/2011) mit einigen Einschränkungen genutzt werden. Folgender Stand ist in den einzelnen Betriebssystemen bisher erreicht:
 
Der Ethernet-Anschluss der FireBee ist hardwareseitig voll funktionsfähig und kann aktuell (Q3/2011) mit einigen Einschränkungen genutzt werden. Folgender Stand ist in den einzelnen Betriebssystemen bisher erreicht:
  
* FireTOS - bisher umfassendste Unterstützung dank integriertem Treiber und lwip-Stack
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* FireTOS - bisher umfassendste Unterstützung dank integriertem Treiber und [http://lwip.wikia.com/wiki/LwIP_Wiki lwip-Stack]
 
* EmuTOS - noch keine Netzwerkunterstützung implementiert
 
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* MiNT - Entwicklung eines MiNTnet Treibers hat kürzlich begonnen
 
* MiNT - Entwicklung eines MiNTnet Treibers hat kürzlich begonnen
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Da die Netzwerkfähigkeiten in FireTOS bisher am weitesten entwickelt sind, beziehen sich die folgenden Ausführungen zunächst nur auf dieses Betriebssystem.
 
Da die Netzwerkfähigkeiten in FireTOS bisher am weitesten entwickelt sind, beziehen sich die folgenden Ausführungen zunächst nur auf dieses Betriebssystem.
  
Der im FireTOS enthaltene lwip-Stack kann grundsätzlich durch alle sing/stik kompatiblen Programme, die auf der FireBee laufen, genutzt werden. Die Konfiguration des lwip-Stacks erfolgt übe eine Seite im FIRECONF.CPX. Es können folgende Werte eingestellt werden:
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Der im FireTOS enthaltene [http://lwip.wikia.com/wiki/LwIP_Wiki lwip-Stack] kann grundsätzlich durch alle sing/stik kompatiblen Programme, die auf der FireBee laufen, genutzt werden. Die Konfiguration des [http://lwip.wikia.com/wiki/LwIP_Wiki lwip-Stack] erfolgt über eine Seite im [http://didierm.pagesperso-orange.fr/firebeee.htm FIRECONF.CPX]. Es können folgende Werte eingestellt werden:
  
 
* MAC Adresse - die Hardware Adresse der Ethernet-Schnittstelle
 
* MAC Adresse - die Hardware Adresse der Ethernet-Schnittstelle
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* Server IP - die IP-Adresse eines TFTP Servers im lokalen Netz, von der die FireBee booten soll. FireTOS kann so statt aus dem ROM zu starten, über das Netzwerk gebootet werden. Das ist ein cooles Feature für Entwickler aber weniger hilfreich für Anwender.
 
* Server IP - die IP-Adresse eines TFTP Servers im lokalen Netz, von der die FireBee booten soll. FireTOS kann so statt aus dem ROM zu starten, über das Netzwerk gebootet werden. Das ist ein cooles Feature für Entwickler aber weniger hilfreich für Anwender.
  
Leider ist es aktuell aus Platzgründen nicht möglich weitere wichtige Konfigurationsparameter für den lwip-stack im NVRAM abzulegen. Daher fehlt für den "Normalbetrieb" die Möglichkeit die Subnetzmaske, das Standard-Gateway und einen DNS-Server anzugeben. Auch das aktivieren von DHCP, was der lwip-Stack unterstützen würde, ist nicht über FIRECONF.CPX möglich.
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Leider ist es aktuell aus Platzgründen nicht möglich weitere wichtige Konfigurationsparameter für den [http://lwip.wikia.com/wiki/LwIP_Wiki lwip-Stack] im NVRAM abzulegen. Daher fehlt für den "Normalbetrieb" die Möglichkeit die Subnetzmaske, das Standard-Gateway und einen DNS-Server anzugeben. Auch das aktivieren von DHCP, was der [http://lwip.wikia.com/wiki/LwIP_Wiki lwip-Stack] unterstützen würde, ist nicht über [http://didierm.pagesperso-orange.fr/firebeee.htm FIRECONF.CPX] möglich.
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Im praktischen Einsatz bedeutet dies, das die FireBee mit der in FIRECONF.CPX eingetragenen IP startet und auch im Netz z.B. per ping erreichbar ist. Anwendungen, die auf der FireBee laufen, können jedoch nur nach außen kommunizieren, wenn sie per Konfiguration zur Verwendung eines proxy-Servers in der Lage sind. Dies wurde z.B. mit Highwire und curl erfolgreich getestet.
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Im praktischen Einsatz bedeutet dies, das die FireBee mit der in [http://didierm.pagesperso-orange.fr/firebeee.htm FIRECONF.CPX] eingetragenen IP startet und auch im Netz z.B. per ping erreichbar ist. Anwendungen, die auf der FireBee laufen, können jedoch nur nach außen kommunizieren, wenn sie per Konfiguration zur Verwendung eines proxy-Servers in der Lage sind. Dies wurde z.B. mit Highwire und curl erfolgreich getestet.
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Ein proxy-Server ist z.B. unter Ubuntu Linux sehr einfach aufzusetzen und zu konfigurieren. Mit dem Kommando <code>sudo apt-get install tinyproxy</code> wird ein einfacher aber vollkommen ausreichender proxy-Server installiert. Die Konfiguration erfolgt über die (mit Kommentaren gut erläuterte) Datei <code>/etc/tinyprocy.conf</code>. Darin muss mindestens die IP-Adresse der FireBee, oder wie in diesem Beispiel das lokale Netz zum Zugriff auf den proxy-Server zugelassen werden: <code>Allow 192.168.0.0/16</code>. Der proxy-Server startet mit dem System automatisch, oder kann alternativ mit <code>tinyproxy -d</code> in der Shell auch im Vordergrund statt als Deamon gestartet werden. In der Standardkonfiguration wird der Port 8888 verwendet, das später bei der proxy-Konfiguration der Anwendungen auf der FireBee angegeben werden muss. Hier ein Beispiel für eine funktionierende [[tinyproxy.conf]] Datei.
  
 
[[Kategorie:Firebee]]
 
[[Kategorie:Firebee]]

Version vom 24. September 2011, 15:02 Uhr

Der Ethernet-Anschluss der FireBee ist hardwareseitig voll funktionsfähig und kann aktuell (Q3/2011) mit einigen Einschränkungen genutzt werden. Folgender Stand ist in den einzelnen Betriebssystemen bisher erreicht:

  • FireTOS - bisher umfassendste Unterstützung dank integriertem Treiber und lwip-Stack
  • EmuTOS - noch keine Netzwerkunterstützung implementiert
  • MiNT - Entwicklung eines MiNTnet Treibers hat kürzlich begonnen

Da die Netzwerkfähigkeiten in FireTOS bisher am weitesten entwickelt sind, beziehen sich die folgenden Ausführungen zunächst nur auf dieses Betriebssystem.

Der im FireTOS enthaltene lwip-Stack kann grundsätzlich durch alle sing/stik kompatiblen Programme, die auf der FireBee laufen, genutzt werden. Die Konfiguration des lwip-Stack erfolgt über eine Seite im FIRECONF.CPX. Es können folgende Werte eingestellt werden:

  • MAC Adresse - die Hardware Adresse der Ethernet-Schnittstelle
  • IP Adresse - die IP-Adresse, unter der die FireBee erreichbar sein soll
  • Server IP - die IP-Adresse eines TFTP Servers im lokalen Netz, von der die FireBee booten soll. FireTOS kann so statt aus dem ROM zu starten, über das Netzwerk gebootet werden. Das ist ein cooles Feature für Entwickler aber weniger hilfreich für Anwender.

Leider ist es aktuell aus Platzgründen nicht möglich weitere wichtige Konfigurationsparameter für den lwip-Stack im NVRAM abzulegen. Daher fehlt für den "Normalbetrieb" die Möglichkeit die Subnetzmaske, das Standard-Gateway und einen DNS-Server anzugeben. Auch das aktivieren von DHCP, was der lwip-Stack unterstützen würde, ist nicht über FIRECONF.CPX möglich.

FIRECONF.CPX

Im praktischen Einsatz bedeutet dies, das die FireBee mit der in FIRECONF.CPX eingetragenen IP startet und auch im Netz z.B. per ping erreichbar ist. Anwendungen, die auf der FireBee laufen, können jedoch nur nach außen kommunizieren, wenn sie per Konfiguration zur Verwendung eines proxy-Servers in der Lage sind. Dies wurde z.B. mit Highwire und curl erfolgreich getestet.

Ein proxy-Server ist z.B. unter Ubuntu Linux sehr einfach aufzusetzen und zu konfigurieren. Mit dem Kommando sudo apt-get install tinyproxy wird ein einfacher aber vollkommen ausreichender proxy-Server installiert. Die Konfiguration erfolgt über die (mit Kommentaren gut erläuterte) Datei /etc/tinyprocy.conf. Darin muss mindestens die IP-Adresse der FireBee, oder wie in diesem Beispiel das lokale Netz zum Zugriff auf den proxy-Server zugelassen werden: Allow 192.168.0.0/16. Der proxy-Server startet mit dem System automatisch, oder kann alternativ mit tinyproxy -d in der Shell auch im Vordergrund statt als Deamon gestartet werden. In der Standardkonfiguration wird der Port 8888 verwendet, das später bei der proxy-Konfiguration der Anwendungen auf der FireBee angegeben werden muss. Hier ein Beispiel für eine funktionierende tinyproxy.conf Datei.